Die meisten Rohdiamanten wandern nach Indien

Das schmuckbegeisterte Land importierte im vergangenen Jahr 132 Millionen Karat. Zwei Drittel davon kam aus der EU. 

Indien führte 2011 mehr Diamanten ein, als weltweit neu gefördert wurden. Laut Industrieverband Kimberly Prozess hat das Land im vergangenen Jahr 132,09 Millionen Karat (26,42 Tonnen) importiert. Minen produzierte im gleichen Zeitraum nur 124 Millionen Karat. Zwei Drittel der Importe stammen aus der EU, insbesondere aus der Diamanten-Hauptstadt Antwerpen (Belgien). Die Importe entsprachen einem Gegenwert von 14, 28 Milliarden US-Dollar. In Indien werden die Rohdiamanten weiterverarbeitet und geschliffen.

Indische Diamanten-Importe 2011 nach Regionen in Prozent (Quelle: Kimberly Process)

Im indischen Bundesstaat Surat werden etwa 95 Prozent der weltweit verkauften Diamanten geschliffen. Indien ist deshalb gleichzeitig einer der bedeutendsten Diamant-Exporteure. Im vergangenen Jahr verließen 37 Millionen Karat im Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar wieder das Land. Größter Handelspartner mit 50 Prozent der Exportmenge ist auch hier die Europäische Gemeinschaft (insbesondere Antwerpen), wo aufbereitete Steine weiterverarbeitet und weltweit vertrieben werden.

Das weltweit zweitgrößte Zentrum für die Weiterverarbeitung von Rohdiamanten ist China. Das Land importierte im vergangenen Jahr netto 6,1 Millionen Karat. Russland war mit 35,1 Millionen Karat der größte Produzent von Rohdiamanten.  ♦

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