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Ebola-Epidemie belastet Diamanten-Industrie

West Africa Map

Aus West-Afrika kommen etwa 10 Prozent aller Rohdiamanten.

Diamanten-Ankäufer meiden seit Monaten die von Ebola betroffenen Regionen Afrikas. Es wird ein Engpass bei Rohdiamanten befürchtet.

Afrika liefert rund die Hälfte der weltweiten Nachfrage nach Diamanten. In den westafrikanischen Staaten Sierra Leone, Elfenbeinküste, Kongo, Ghana, Guinea, Nigeria, Liberia und Senegal werden pro Jahr Diamanten im Wert von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar gefördert. Das entspricht etwa 10 Prozent der weltweiten Diamanten-Produktion.

Laut einem Bericht von  The Times of India meiden Diamanten-Einkäufer seit Monaten die von der Ebola-Epidemie betroffene Region, nachdem offiziell mittlerweile rund 1.400 Menschen an der Krankheit gestorben sind.

„Jeden Monat importieren wir Diamanten im Wert von 20 Millionen US-Dollar aus west-afrikanischen Ländern. Nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie, wurde die Einfuhr von Rohdiamanten in Surat komplett eingestellt“, sagt Dinesh Navadia, der Präsident der Surat Diamond Association, die in der indischen Großstadt beheimatet ist. Auch Kuriersendungen würden derzeit nicht mehr angenommen. Indische Schleifer gehören zu den größten Verarbeitern von Rohdiamanten weltweit.

Dinesh Navadia: „Wenn der Ebola-Virus sich auf andere große Diamanten produzierende Länder  in Afrika ausweitet, wird dies zu einem Engpass an Rohdiamanten in den kommenden Monaten führen.

De Beers, der bedeutendste Diamanten-Produzent der Welt, betreibt seine größten Minen in Botswana, Namibia und Südafrika. 

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Letzte Kommentare

  • Kommentar zu Diamantenpreise seit 2013 rückläufig von Edelstein 4. Mai 2018 09:58
    De Beers hat ja quasi ein Monopol in diesem Markt. Entsprechend können die auch weitgehend Einfluss auf die Preise nehmen. Dafür scheint es in negativer Hinsicht kaum anzeichen für Preismanipulationen zu geben. Es fehlen auch die entsprechenden Derivate, mit denen das möglich wäre. […]
  • Kommentar zu Diamantenpreise seit 2013 rückläufig von Peter Trom 4. Mai 2018 09:27
    Der Markt ist ziemlich undurchsichtig, weil ja jeder Stein ein Unikat ist und auch die Anbieter meiner Einschätzung nach keinen großen Wert auf Transparenz legen. Mit Diamanten lässt sich noch viel Geld verdienen. Im Gegensatz etwa zu Edelmetall. Hier sind die Margen extrem geschrumpft. […]