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Diamanten als Geldanlage gewinnen an Popularität

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Diamant als Anlageprodukt: Edelstein und dazugehöriges Zertifikat gemeinsam eingeschweißt.

Nachdem Gold und Silber in den vergangenen drei Jahren Kursschwäche zeigten, beschäftigen sich Investoren, Medien und Einzelhändler stärker mit Diamanten als Geldanlage.

Geld auf dem Konto verliert real an Wert, die Immobilienmärkte sind zunehmend überhitzt, die Aktienmärkte gelten vielfach als ausgereizt. Kein Wunder also, dass die Finanzwelt nach neuen, vielversprechenden Anlagemöglichkeiten sucht.

Als im Jahr 2008 die Finanzkrise über die Welt hereinbrach, waren vor allem Gold und Silber gefragt. Der Goldpreis stieg innerhalb von drei Jahren von 850 Dollar auf knapp 1.900 Dollar im September 2011. Danach kam es zu einer deutliche Kurskorrektur. Heute wird die Goldunze wieder gut 600 Dollar oder 30 Prozent niedriger gehandelt als beim damaligen Rekordhoch. Folge: Zweifel am Goldinvestment kamen auf. Welche Geldanlage beziehungsweise welche realen Vermögenswerte versprechen eine verlässlichere Kursentwicklung?

Früher oder später mussten Anlagediamanten zum Thema werden. In den vergangenen Monaten erschienen zahlreiche Artikel in den reichweitestarken Finanzmedien. Hier einige Beispiele:

Wie man mit Diamanten-Renditen sogar Gold schlägt (Die Welt)

Diamanten sind als Geldanlage prima geeignet (Berliner Zeitung)

Geldanlage: Diamanten für immer (Tagesspiegel)

Diamanten faszinieren zunehmend auch Anleger (Hamburger Abendblatt)

Diamanten als brillante Geldanlage (Wirtschaftswoche)

Auch auf Händlerseite hat sich einiges getan. Mehr Juweliere bieten Diamanten zur Geldanlage an. Und zahlreiche Edelmetallhändler haben ihr Angebot auf Anlagediamanten ausgeweitet. Darunter Anlagegold24, GoldSilberShop, Heubach Edelmetalle.

Ganz deutlich wird das steigenden Kunden-Interesse an Diamanten bei der Betrachtung der Google-Suchanfragen seit 2007. Das Keyword „Diamant kaufen“ wurde in Deutschland zuletzt immer häufiger abgefragt, wie die folgende Grafik zeigt.

Und auch die Hersteller haben sich auf das gestiegene Interesse von Investoren eingestellt. Sie bieten Diamanten mittlerweile in verschweißten Produkteinheiten an, in denen Stein und Zertifikat fest miteinander verbunden sind. Es ist der Versuch, in diesem Sektor standardisierte Ware und mehr Transparenz anzubieten. Eine erfolgversprechende Entwicklung, die einem Markt weiterhelfen dürfte, in dem jeder Stein ein Unikat darstellt. ♦

Diamantwerte

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Letzte Kommentare

  • Kommentar zu Diamantenpreise seit 2013 rückläufig von Edelstein 4. Mai 2018 09:58
    De Beers hat ja quasi ein Monopol in diesem Markt. Entsprechend können die auch weitgehend Einfluss auf die Preise nehmen. Dafür scheint es in negativer Hinsicht kaum anzeichen für Preismanipulationen zu geben. Es fehlen auch die entsprechenden Derivate, mit denen das möglich wäre. […]
  • Kommentar zu Diamantenpreise seit 2013 rückläufig von Peter Trom 4. Mai 2018 09:27
    Der Markt ist ziemlich undurchsichtig, weil ja jeder Stein ein Unikat ist und auch die Anbieter meiner Einschätzung nach keinen großen Wert auf Transparenz legen. Mit Diamanten lässt sich noch viel Geld verdienen. Im Gegensatz etwa zu Edelmetall. Hier sind die Margen extrem geschrumpft. […]